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Ähnlichkeiten
bestimmen die Partnerwahl
"Gleich und Gleich gesellt sich gern" oder "Gegensätze
ziehen sich an" - nach welchem Maßstab wählen
Partner einander aus? Das interessierte nun auch US-amerikanische
Verhaltensforscher. Sie fragten . Das
Ergebnis: Beide Geschlechter orientierten sich bei der Partnerwahl
an ihrem Selbstbild.
Gegensätze
ziehen sich also nicht an - zumindest nicht, wenn es um die Liebe
geht. Wer sich eine dauerhafte Beziehung wünscht, der sucht
beim Partner ähnliche Stärken und Vorlieben, wie er
selbst besitzt. Das berichten und Stephen Emlen von der Cornell-Universität
in Ithaca in der Online-Ausgabe der "Proceedings" der
US-amerikanischen Akademie der Wissenschaften.
Dabei
seien Einschätzungen und Wünsche recht realistisch.
Im Allgemeinen greifen Menschen nicht "nach den Sternen",
stellen die Forscher fest. Doch: Je größer das Selbstwertgefühl,
desto wählerischer sind Männer wie Frauen bei der Suche
nach einem Partner fürs Leben.
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Vergleich zwischen Wunsch und eigener Wirklichkeit
Für
die Studie mussten die Teilnehmer einen zweiteiligen Fragebogen
beantworten. Einerseits sollten sie die Eigenschaften angeben,
die ihnen bei einem Partner wichtig sind. Andererseits mussten
die Befragten beurteilen, ob und in welchem Maß diese Wunsch-Merkmale
auf sie selbst zutreffen.
Bei
den Eigenschaften ging es laut Buston und Emlen um "evolutionär
bedeutende" Aspekte: z.B. den gesellschaftlichen und finanziellen
Status des Traumpartners, die Einstellung zur Familie, das Aussehen
und die Bereitschaft zu ehelicher Treue.
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Ergebnisse
widersprechen evolutionsbiologischer Theorie
Beide
Geschlechter suchen in der Regel nach einem Partner, der ihnen
im Hinblick auf Einkommen, Schönheit und Kinderwunsch ähnelt,
so das Ergebnis der Untersuchung. Hübsche Frauen legten mehr
Wert auf ebenso attraktive und gesunde Männer als auf Partner,
die reich waren. Wohlhabendere Männer zogen eher Frauen aus
reicheren Familien vor. Attraktivität war ihnen nicht so
wichtig.
Damit
widersprechen die Ergebnisse der Theorie, dass Männer aus
Gründen der Fortpflanzung möglichst junge und attraktive
Frauen suchen, und Frauen erfolgreiche Männer bevorzugen,
die die Aufzucht der Kinder gewährleisten. "Die Ergebnisse
spiegeln dieses Bild so nicht wider", sagen die Verhaltensforscher.
Aber
auch Emlen und Buston vermuten hinter der Partnerwahl evolutionsbiologische
Hintergründe nur eben andere. Sie halten Beziehungen
zwischen ähnlichen Partnern für stabiler. Das begünstige
Fortpflanzung und Erziehung der Kinder. Und: "Langdauernde
Beziehungen bestehen durch gemeinsame Werte, ähnliche Interessen,
ähnliche familiäre Herkunft und intellektuelle Bedürfnisse",
erklären die Forscher.
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Habe
ein Partner weit höhere Qualitäten als der andere, stelle
das einen Risikofaktor für eine Beziehung dar. Ein solcher
könne leichter von einem ihm ebenbürtigen Partner "abgeworben"
werden.
Den
richtigen Partner zu finden, ist eine Sache - ihn zu halten, eine
andere. So bleibt die Liebe frisch:
Kompromisse schließen und Erziehungsversuche unterlassen.
Ein Paar muss nicht alle Ansichten teilen, um glücklich zu
sein. Im Gegenteil: Glückliche Paare können kleine Unterschiede
bei Meinungen und Gewohnheiten stehen lassen.
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Machtspiele vermeiden. Keine Beziehung ist ganz frei von Macht.
Doch in harmonischen Partnerschaften gibt es keinen Gewinner und
Verlierer. Dazu müssen die Partner die Rollen wechseln können:
Mal sollte der eine nachgeben, mal der andere.
Ein Eigenleben bewahren. In glücklichen Beziehungen ist zu
beobachten, dass jeder eigene Hobbys und Freundschaften pflegt.
Gleichzeitig unternehmen die Partner viel zusammen. So erreicht
das Paar eine gute Balance zwischen Distanz und Nähe, zwischen
Selbstständigkeit und Zusammenhalt.
Ein Wir-Gefühl entwickeln. Gemeinsame Pläne schweißen
zusammen und eröffnen eine Zukunftsvision: "Wir gehören
zusammen."
Sex nicht vernachlässigen. Ein befriedigendes Sexualleben
bleibt wichtig für eine Beziehung, auch wenn sie schon lange
besteht. Denn guter Sex schafft eine besondere Intimität.
Rituale schaffen. Lieb gewonnene, regelmäßig wiederholte
Tätigkeiten und Gesten festigen eine Beziehung. Kleine Liebesbeweise
zeugen von Aufmerksamkeit für einander und bestätigen
dem Paar, dass es zusammengehört. (mj)
Quellen: Nach Informationen von PNAS - Proceedings of The National
Academy of Science (1.7.2003) und dem Wissenschaftsmagazin New
Scientist
Gelenkschmerzen: Aufs Wohlbefinden achten
Schmerzen haben fast immer eine körperliche Ursache. Aber die
psychische Verfassung spielt ebenfalls oft eine Rolle. Selbst im
Pschyrembel, dem traditionellen medizinischen Nachschlagewerk, ist
unter dem Stichwort Schmerz zu lesen: "Auch psychosoziale Einflüsse
können schmerzverstärkend oder chronifizierend wirken
und sind bei der Schmerztherapie zu berücksichtigen."
Gerade
Arthrose-Schmerzen führen bei vielen älteren Patienten
dazu, dass sie sich in ihre eigenen vier Wände zurückziehen.
Sie meinen, ihren Gelenken nicht mehr so viel Belastung zumuten
zu dürfen, außerdem sind sie wegen der Schmerzen oft
nicht in der Stimmung, kleine Ausflüge zu unternehmen oder
Freunde zu besuchen. Da die meisten Senioren Rentner sind, treibt
sie auch der Broterwerb nicht mehr nach draußen.
Doch
Passivität ist keine Lösung: Arthrose-Experten sind
heute überzeugt, dass Gymnastikübungen sowie Spaziergänge,
Radtouren und Schwimmbadbesuche die Schmerzen lindern und die
Beweglichkeit der Gelenke verbessern können. Hinzu kommt:
Ein Leben, das sich auf Wohnzimmer, Küche und Balkon beschränkt,
führt in die soziale Isolation. Einsamkeit aber macht missmutig
oder gar depressiv - und das verstärkt die Schmerzen oft,
meint Prof. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel.
Kleiner alltäglicher Luxus hebt die Stimmung
Besonders
älteren Schmerzpatienten fehlt aber oft die Kraft, den Teufelskreis
aus Schmerzen, Passivität und Trübsinn zu durchbrechen.
Darum ist in ihrem Fall die Familie gefordert. Es hilft dem Kranken,
wenn Sohn, Tochter und Enkel kleine Ausflüge - etwa in einen
Park, ein betriebsames Restaurant oder eine Ausstellung - unternehmen.
Manchmal reicht auch schon ein bescheidener Fahrdienst: So freut
sich z.B. manche Großtante, wenn sie abends aus ihrem Lieblingstheater
oder von der besten Freundin abgeholt wird.
Zur
Aufhellung der Stimmung tragen aber auch so simple Dinge wie reichlich
trinken, gesunde Ernährung und ein frischer Blumenstrauß
auf dem Küchentisch bei. Die Familie sollte ihren alten Verwandten
in jedem Fall davon abhalten, mit sich selbst unnötig knauserig
zu sein: Es hebt oft das Wohlbefinden, in Feinkostläden einzukaufen
und sich gelegentlich einen neuen Mantel zuzulegen. Auch Ausgaben
für die Gesundheit - etwa ein bequemer rückenfreundlicher
Sessel - wirken meistens aufheiternd. Bekommt ein Senior von der
Krankenkasse keine Physiotherapie finanziert, können Kinder
und Enkel auch hier zu mehr Investitionsfreude ermuntern. (kig/pd)
Quelle:
BSMO-Experten; BSMO-Gespräch mit Prof. Hartmut Göbel,
Direktor der Schmerzklinik Kiel
Warum
entsteht eine Arthrose?
Die Ursachen der Gelenkerkrankungen sind noch längst nicht
völlig aufgeklärt. Man kennt allerdings verschiedene Faktoren,
die zur Krankheitsentstehung beitragen können:
Das Alter
Der
Alterungsprozess spielt eine wichtige Rolle für den Gelenkverschleiß.
Etwa mit dem 35. Lebensjahr beginnt der Abbau des Körpers
und viele Zellen, die für die Gesunderhaltung des Gewebes
verantwortlich sind, arbeiten nicht mehr so wie früher. Wenn
sich dadurch die Knorpelsubstanz verschlechtert, ist sie verletzungsanfälliger
und es besteht die Gefahr für die Entwicklung einer Arthrose.
Die
Gene
Von
einigen Arthrosen weiß man, dass sie in bestimmten Familien
gehäuft auftreten. Hier liefern genetische Faktoren einen
wichtigen Beitrag zur Krankheitsentstehung. In diesen Familien
wird eine besondere Verletzungsanfälligkeit des Knorpels
vererbt, was zu vorzeitigem Verschleiß führen kann.
Verletzungen
Gelenkverletzungen
oder eine frühere Arthritis auch wenn sie lange zurückliegen
können zu einem späteren Zeitpunkt einen vorzeitigen
Gelenkverschleiß auslösen. So weiß man, dass
Meniskusverletzungen leicht zu einer Kniegelenksarthrose führen
können, besonders dann, wenn der Meniskus operativ entfernt
wurde.
Verkehrte
Belastungen
Gelenke
sind für normale Belastungen geschaffen und sie können
auf die Dauer nur reibungslos funktionieren, wenn sie nicht zu
stark und nicht im falschen Winkel belastet werden.
Lang andauernde Fehlbelastungen der Gelenke, hervorgerufen etwa
durch angeborene Fehlstellungen der Gelenke, einseitige Beinverkürzungen,
X- und O-Beine verursachen deshalb leicht eine Arthrose. Aus dem
gleichen Grund kann eine übermäßige Beanspruchung
der Gelenke im Sport oder Beruf oder durch Übergewicht zu
einem vorzeitigen Gelenkverschleiß führen.
gesundefamilie.com
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